A-CAPELLA H
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A-cappella-Woche Hannover 2008

Liebe A-cappella-Freunde,

auch in diesem Jahr hat die A-Cappella-Woche Hannover wieder viele Menschn begeistert.
Lesen Sie dazu die folgende Konzertkritik von Corinna Korthals (HAZ).
Weitere Konzertkritiken der 8. Internationalen A-Cappella-Woche Hannover finden Sie »hier.

NEU! A-Cappella [H] 2008 in Bildern

Briefe schreiben!

Die 8. Internationale A-cappella-Woche Hannover klingt mit einem fulminanten Konzert aus.

Zufrieden? Ja, er sei sehr zufrieden. Zufrieden mit den Künstlern, zufrieden mit der Zusammenstellung der Konzerte. Mit der überwältigend positiven Resonanz der Besucher sogar außerordentlich zufrieden. Roger Cericius, Organisator der 8. Internationalen A-cappella-Woche Hannover, war am Sonntag im ausverkauften Abschlusskonzert im Theater am Aegi wahrscheinlich der zufriedenste Mensch im ganzen Saal. Was nicht heißt, dass die anderen unzufrieden waren.

Eine Woche lang haben Vokalartisten in Hannover gezeigt, zu welcher Ausdrucksvielfalt die menschliche Stimme fähig ist. Die musikalische Spannbreite war groß: Die Sänger präsentierten Musik aus neun Jahrhunderten - von Hildegard von Bingen bis zum Beatboxing. Der poppige A-cappelle-Sound von "Klangbezirk" aus Berlin hallte noch tagelang in den Köpfen der Besucher nach. "Vinx" aus den USA ließ mit seinem sanften Bariton das Publikum dahinschmelzen. "Flowalicious" aus Köln wärmte an einem kalten Apriltag mit ihren souligen Stimmen die Zuhörer von innen. Aber auch "Ars Choralis Coeln" und das "Dufay Ensemble" setzten mit Alter Musik aus dem 12. und 13. Jahrhundert künstlerische Glanzlichter. Und das österreichische Ensemble "Mauf" riskierte beim Beatboxing eine schnelle Lippe, die die Drumsection ersetzte.

Und wer hätte gedacht, dass die Sieger des US-amerikanischen "Harmony Sweepstakes A-cappella-Festival 2008" bei der A-cappella-Woche in Hannover auftreten und sogar aus der Leinestadt kommen? Die Lokalmatadoren "Vocaldente" haben am Wochenende den Jury- und Publikumspreis in San Francisco gewonnen. Der hannoversche Zauberer und Comedian Desimo, der das Abschlusskonzert moderierte, ließ es sich nicht nehmen, den Sängern gleich zu gratulieren. Via Handy übermittelte er die Glückwünsche direkt von der Bühne an die fünf Hannoveraner, die gerade vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen in San Francisco standen.

Beim großen Finale galt das Motto "singend schweben". Die A-cappella-Ensembles ließen die Zuhörer auf einem Klangteppich dahin schweben - und Desimo ließ eine Frau aus dem Publikum auf einem Holzbrett einen Meter über der Bühne schweben. Es war nicht der einzige magische Moment. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst, war die einhellige Meinung der Festivalbesucher. Sechs von neun Konzerten waren ausverkauft. Doch die überaus positive Zuschauerresonanz schlägt sich nicht in der wirtschaftlichen Bilanz nieder. "Wir bangen um die schwarze Null unter dem Strich", sagte Roger Cericius. Trotzdem versprach er, dass es im nächsten Jahr erneut eine A-cappella-Woche geben wird. Um die Wiederauflage zu sichern, forderte er die Zuschauer auf, Briefe an die Sponsoren - die Walter- und Charlotte-Hamel-Stiftung, die Stadt, die Region, das Land und die VGH - zu schreiben. "Schreiben Sie, wie toll es bei der A-cappella-Woche war." Dieser Bitte kommt man doch gerne nach.

Corinna Korthals, HAZ vom 06.05.2008

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